Ohne Sonnenschutz geht es nicht

Besonders an der See und im Gebirge ist die Strahlung der Sonne um ein Vielfaches intensiver
Da uns Menschen sowohl Fell als auch Federn fehlen, dient uns die Kleidung als hauptsächlicher Wetter- und Sonnenschutz. Hilfreiche Schattenspender sind zudem Sonnenschirme und Sonnensegel, Markisen und kleine Strandmuscheln. Doch so ganz reicht das nicht. Vor allem Kinder, die sich viel im Freien bewegen, brauchen zusätzlichen Sonnenschutz durch Sonnencreme.
Doch was hat es mit australischem Standard, Lichtschutzfaktoren und Hauttypen auf sich?
Maßgeblich für die Wirksamkeit eines Sonnenschutzmittels vor UVB-Strahlen und damit vor Sonnenbrand ist der Lichtschutzfaktor, kurz LSF oder englisch SPF. Grundsätzlich richtet sich dieser Wert nach Hauttyp sowie Aufenthaltsdauer in der Sonne und gibt an, um wie viel länger man sich gefahrlos in der Sonne aufhalten darf - im Gegensatz zum Sonnenbad ohne Creme.
Da Sonnenschutzprodukte seit 2006 der EU-Kosmetik-Richtlinie unterliegen, haben sie mittlerweile die angegebene Wirkung auch zu erfüllen. Entsprechend wurden einige Mindestanforderungen festgelegt, die den Verbrauchern beim Kauf als Orientierungshilfe dienen. So sollte die Höhe des Lichtschutzfaktors mindestens 6 betragen und der Umfang des UV-A-Schutzes mindestens 1/3 des UVB-Schutzes umfassen. Daraus folgt: Sonnenmilch oder -creme mit Lichtschutzfaktor 2 und 4 gehört nicht mehr zu den Sonnenschutzmitteln, sondern gilt lediglich als Pflegeprodukt mit UV-Schutz als Zusatznutzen.
Für unbeschwerten Sonnenspaß gelten folgende Einteilungen: Einen niedrigen Sonnenschutz bieten Produkte mit Lichtschutzfaktor 6 und 10, für mittleren Schutz reicht LSF 15, 20 sowie 25. Hohen Schutz garantieren LSF 30 und 50, einen sehr hohen Schutz bietet der Lichtschutzfaktor 50 +.
Während der Lichtschutzfaktor die Auswirkungen der UV-B-Strahlen mindert, zielt der so genannte „Australische Standard” auf den Schutz vor UV-A-Strahlen ab. Dieses Etikett gilt für alle Produkte, die in einem bestimmten Labormodell die Durchlässigkeit von UV-A um mindestens 90 Prozent vermindern. Der Nachteil ist allerdings, dass es oberhalb dieser Grenze keine weitere Differenzierung gibt und der UV-A-Schutz damit für alle Sonnencremes gleich bleibt. Der UV-A-Schutz wächst also nicht mit dem UV-B-Schutz. Für Mittel mit niedrigen Lichtschutzfaktoren reicht der UV-A-Schutz daher noch aus. Bei hohen Lichtschutzfaktoren allerdings kann auch eine hohe Dosis an UV-A auf die Haut einwirken, ohne dass der Benutzer davon etwas bemerkt.
Die Lösung dieses Problems verspricht eine einheitliche Messmethode zur Charakterisierung des UV-A-Schutzes. Seit 2005 existiert dazu in Deutschland eine neue Industrienorm, die DIN 67502.







