Badespaß? Aber sicher!

Zu Sommer und Ferien gehört für Kinder ganz klar der Badespaß. Damit es aber auch lustig bleibt, sind die Eltern gefragt. Denn selbst das kleinste Planschbecken kann für die Steppkes gefährlich werden, wenn etwa fiese Bakterien lauern, weil das Wasser durch zu langes Stehen “umgekippt” ist. Oder wenn die Kleinen unbeaufsichtigt im Pool planschen. Dann ist nämlich das Unfallrisiko groß.

Grundsätzlich sollten Kinder beim Planschen niemals ohne Aufsicht sein. “Beim Toben können die Kinder leicht ausrutschen und ins Wasser fallen. Bei kleinen Kindern liegt der Körperschwerpunkt sehr hoch, sie fallen häufig auf den Kopf, können untertauchen und im schlimmsten Fall nicht mehr aus eigener Kraft auftauchen”, erklärt Martina Abel, Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) “Mehr Sicherheit für Kinder” in Bonn.

In größeren Planschbecken sollten die Steppkes Schwimmflügel mit jeweils zwei Luftkammern tragen. Von Schwimmreifen raten die Fachleute der BAG allerdings ab: Kinder können leicht hindurch rutschen. “Eltern sollten ihre Sprösslinge erst ins Planschbecken lassen, wenn sie laufen können”, so die Kindersicherheits-Expertin.

Aufsicht braucht allerdings auch der Pool selbst. Keime wie Escheria coli, Pilzsporen und Warzenerreger verderben schnell die Freude am Kühlen Nass. Alle zwei bis drei Tage sollte das Wasser daher gewechselt werden, um den unsichtbaren Spaßverderbern den Garaus zu machen. Bei großer Wärme und vielen Planschbesuchern ist sogar ein täglicher Wasseraustausch ratsam.

Hier die wichtigsten Tipps der BAG-Sicherheitsexperten im Überblick:

a.. Kinder nicht unbeaufsichtigt baden lassen. Selbst im Planschbecken können sie ertrinken! Für Rutschsicherheit sorgen.
b.. Auch im knietiefen Planschbecken kleinere Kindern immer beaufsichtigen
c.. Bottiche und Regentonnen können gefährlich werden, daher mit abschließbaren Deckeln sichern.
d.. Schwimmbecken und Gartenteiche durch Schutzgitter sichern, am besten durch Zäune mit absperrbaren Zugängen. Bloße Abdeckungen reichen nicht aus, da Kinder darunter geraten und ertrinken können.
e.. Gefahrenquellen befinden sich nicht immer nur auf dem eigenen Grundstück. Der Bach dahinter oder der Fischteich des Nachbarn wirken wie ein Magnet auf Kinder. Stellen Sie sicher, dass kein unbeaufsichtigter Zugang möglich ist.
f.. Die Kinder frühzeitig Schritt für Schritt ans Wasser gewöhnen und im Alter von etwa vier Jahren das Schwimmen beibringen, das trägt zur Unfallverhütung bei.